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Referenzen » Ausgewählte Referenzen » Mikroflotation bei der Bayer AG
 Mikroflotation Bayer AG

Die Aufgabe

Die im Werk Uerdingen der Bayer AG in Betrieb genommene Mikroflotation mit AQUATECTOR® - Microfloat® -Technologie dient der zusätzlichen Verringerung der Abwasserfrachten. Hier wird die Mikroflotation als dritte Reinigungsstufe anstelle einer Sandfiltration eingesetzt.

bayer_flotation_1

Die beiden Microfloat® Mikroflotationszellen haben einen Durchmesser von je 10mbayer_flotation

Die AQUATECTOR® Druckaufsättiger arbeiten mit einem Betriebsdruck von nur ca. 3 bar

iFloat® sichert einen verstopfungsfreien Betrieb 

Die Lösung

Die Anlage nimmt das bereits vollständig biologisch gereinigte Abwasser des Werkes im Anschluss an die Nachklärung auf. In der Mikroflotation wird das Abwasser mit Druckluft bei etwa 3,5 bar gesättigt. Die bei der folgenden Druckentspannung entstehenden kleinen Blasen kommen in Kontakt mit feinen Schwebe- und Schlammteilen und gelangen mit ihnen an die Oberfläche der Flüssigkeit. Dort saugt ein Schlammräumungssystem die flotierten Schlammanteile ab. In der Ausführung mit zwei parallel betriebenen Rundzellen mit einem Durchmesser von jeweils 10 m, einer berührungslosen Flotaträumung und dem Druckaufsättigungssystem AQUATECTOR® ist die hier installierte Mikroflotationsanlage ein Novum in der Klärtechnik. Die Anlage dient als zusätzliche Verfahrensstufe zur weitgehenden Abscheidung von Feinsuspensa und Schlammanteilen aus dem vollständig biologisch gereinigten Abwasser der Bayer AG. Die Aufgabe der Flotation ist es, neben der weiteren Reduzierung des Summenparameters CSB die Überwachungswerte für ungünstige Kläranlagenzustände am Ablauf sicherzustellen. Zum weitverbreiteten Einsatz der Sandfiltration als Verfahrensstufe in der Klärtechnik stellt die Mikroflotation eine leistungsfähige, sehr variable und kostengünstige Verfahrensalternative dar. Der Energiebedarf der Gesamtanlage liegt bei < 0,075 kWh pro m³ behandeltem Abwasser. Rund neun Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr können mit der neuen Anlage nachbehandelt werden. Dr. Kuhn, als stellvertretender Werksleiter zuständig für den Bereich Umweltschutz: "Die Mikroflotation sorgt dafür, dass sich der CSB-Wert noch weiter reduziert. In ihr sehen wir einen weiteren Beitrag im Sinne von "Responsible Care" - zu deutsch: Verantwortliches Handeln - der weltweiten Initiative der chemischen Industrie".

 

Projektdaten und Ergebnisse:
Zulauf Mikroflotation: 1200 m³/h
AQUATECTOR® Recyclestrom 80-135 m³/h
spez. Energiebedarf <7 Wh pro m³ Abwasser
 Parameter   Input   Output 
Abfiltrierbare Stoffe  20-500 mg/L   < 10-20 mg/L 
 Trübung   3-200 TEF*   < 2-5 TEF* 

Weitere Referenzanlagen bei der Bayer AG
 Bayer AG Leverkusen 
 Bayer B.V.-Antwerpen